Geboren wurde Bennett "Ben" Cohen 1951 im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Er wuchs
auf in Merrick, Long Island, wo er zusammen mit einem gewissen Jerry die Junior High
School besuchte. Die Liebe zu leckerer Glace wurde dem kleinen Ben schon in die Wiege
gelegt. So gehört es zu seinen liebsten Kindheitserinnerungen, den Papa dabei zu
beobachten, wie er nach dem Abendbrot mit dem Suppenlöffel genüsslich einen
riesigen Karton Glace verdrückte.
Kreativ wie er schon damals war, dokumentierte sich Bens Leidenschaft für Glace vor
allem beim Erfinden neuer Geschmacksrichtungen: Mit Keksen und Süssigkeiten
panschte er sich selbst gerne seine eigene Lieblingsglace zusammen.
Beruflich kam Ben erst in seinem letzten High-School-Jahr mit Glace in Berührung. Damals jobbte er als „Ice Cream Man" und verkaufte Stengel-Glace an Kinder. Von da an hatte ihn der Glace-Virus endgültig gepackt: Sein begonnenes Studium schmiss er nach eineinhalb Jahren hin und kehrte wieder in seinen Job als Glaceverkäufer zurück. Ein langweiliges Universitäts-Studium wäre sowieso nichts für Ben gewesen. Lieber genoss er das freie Hippie-Leben und probierte sich in den verschiedensten Bereichen aus: Er erlernte Töpferei und Schmuckherstellung, arbeitete bei McDonald’s an der Kasse, als Taxifahrer und sogar in einer Putzkolonne. Er schrieb sich ein für Kurse in „experimenteller Tonaufzeichnung" und Kunsttherapie. Drei Jahre arbeitete er als Handwerkslehrer und Koch an der Highland Community School für verhaltensauffällige Jugendliche im Staat New York. Und hier begann er auch seine Experimente mit der Glaceherstellung. 1977 passierte es dann: Zusammen mit seinem alten Freund Jerry Greenfield stieg Ben endgültig ins Glace-Geschäft ein.
Im Mai 1978 eröffneten Ben und Jerry in einer umgebauten Tankstelle in
Burlington/Vermont ihre erste Gelateria. Der Beginn einer einzigartigen Erfolgsstory,
getragen von gesellschaftlichem Engagement, wirtschaftlichem Handeln - und natürlich
dem Bestreben, die beste Glace der Welt zu machen!
Heute engagiert sich Ben in zahlreichen Non-Profit-Organisationen. Ausserdem tritt er
als gefragter Redner mehrmals jährlich in Colleges, Universitäten, Unternehmen und für
soziale Projekte auf.
Ben hat eine Tochter, Aretha, die sich übrigens sehr gut mit Jerrys Sohn Tyrone
versteht.